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Vereine fordern ehrliche Umgehensweise PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Ray Poschmann   
Montag, 23. März 2009

Fördermittel für städtische Sportler fällt 2009 sehr mager aus / Geplante Vereinssportfeste fallen Rotstift zum Opfer

Bad Düben. Der Beschluss des Haushaltes der Stadt Düben für das Jahr 2009 weckte in den heimischen Sportvereinen einen Diskussionsbedarf ungeahnten Ausmaßes. So traten zahlreiche ehrenamtlich engagierte Mitbürger der Kommune an ihre Vorstände heran und stellten die Frage nach der ehrlichen Würdigung der eigenen Tätigkeitsfelder. Der Grund hierfür liegt in der Höhe der bereitgestellten direkten finanziellen Mittel der Gemeinde. So belaufen sich die geplanten Ausgaben für die ortsansässigen Gemeinschaften (mit Ausnahme der Kurrende), bei einem Gesamthaushaltsvolumen von rund 12,5 Mio. Euro, auf insgesamt marginale 2000,- Euro.

 Allein in den Bad Dübener Sportvereinen sind laut Aussage des Kreissportbundes 1439 Mitglieder organisiert. Pro Kopf ergibt sich folglich eine Unterstützung seitens der Stadt von 1,39 Euro jährlich. Dass dieser Umstand kurzfristig zu nachhaltigen Schäden führen wird, ist unumstritten. Aus benannten Gründen suchten die Vorstandsvorsitzenden der drei größten örtlichen Sportvereine Ray Poschmann (SV Bad Düben), Steffen Brost (TV Blau-Gelb 90) und Stefan Lange (FV Bad Düben) jetzt gemeinsam nach Problemlösungsansätzen. Die drei Vereinsvorstände kamen direkt überein, dass die künftige Situationen dieser Art nur durch drastische Senkungen auf der Ausgabenseite oder durch Erhöhung der Jahresbeiträge zu meistern sei. Mit einem unguten Gefühl fiel nach reichlichen Überlegungen die diesjährige Sportfestserie für Kinder und Jugendliche der Kurstadt dem Rotstift zum Opfer, welche die Vereine beginnend im Mai durchführen wollten.
Ebenso können die Vereine aller Voraussicht nach die beliebten Ausflugs- und Ferienfahrten mit den Kinder- und Jugendabteilungen nicht mehr gewährleisten, da die laufenden Fixkosten (wie zum Beispiel Betriebskosten der Sportstätten) einfach zu hoch ausfallen. Obgleich sich die Vereine der angespannten Haushaltslage der Kommune bewusst sind, fordern sie an diesem Punkt jedoch eine ehrliche und partnerschaftlichen Zusammenarbeit zur Beseitigung der Missstände. So sollte es das einhellige Ziel der Verwaltung und des Stadtrates sein, die Sportvereine hinsichtlich einer effizienteren Möglichkeit der Nutzung der Verseinsstätten zu unterstützen. Beispielhaft erkennen die Vorstände eine mögliche Zusammenarbeit mit dem neu gegründeten Ökorat von Bad Düben zur Senkung des Energiebedarfs der Objekte Stadion Muldeaue und Parkstraße eins und vorallem zum Erhalt der Turnhalle Durchwehnaer Straße als zielführend. Eine tatsächliche Umsetzung von Aktivitäten dieser Ebene könnte in drei Richtungen wirken. Die Stadt erschafft sich energetisch effiziente Referenzobjekte und unterstreicht zugleich das Streben nach dem Dasein einer ökologischen Kurstadt. Der Stadtrat könnte sich zur Finanzierung aus Mitteln des Vermögenshaushaltes bedienen, was ungleich leichter planbar und durchführbar ist, als die direkte entgeltliche Unterstützung der Vereine. Und schließlich können die minimierten Kosten indirekt wie Zuschüsse an die Vereine ihre Wirkung entfalten, was letztendlich auch wieder den Platz für mehr Sonderaktionen schaffen wird. Die drei Vereinsvorsitzenden werden die Fraktionen des Stadtrates über diese Vorstellungen informieren und die Räte zeitgleich auffordern, bitte noch in der ersten Jahreshälfte einen verbindlichen Handlungsweg aufzuzeigen, so dass sich auch die Verwaltung frühzeitig der Planung des Maßnahmenvollzugs widmen kann und die Sportstätten der Stadt Bad Düben langfristig erhalten und gesichert werden können.

gez.
Stefan Lange (FV Bad Düben)
Ray Poschmann (SV Bad Düben)
Steffen Brost (TV Blau-Gelb 90 Bad Düben)

Letzte Aktualisierung ( Montag, 23. März 2009 )
 
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