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Geschrieben von Kevin Phillipp
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Mittwoch, 31. März 2010 |
SV Bad Düben Herren I 2011 / 2012 Sachsenklasse West Verantwortlicher: auf der Suche Ansprechpartner: Andre Reichenbach Frank Baumgarten
Trainingszeiten: Montag 19:30 – 21:30 Sporthalle der Bundespolizei Freitag 20:00 – 22:00 Sporthalle der Bundespolizei
 hintere Reihe: David Wächter, Kevin Phillipp, Andre Kanitz, Daniel Lange, Rene Hellwig mittlere Reihe: Christian Rabe, Mario Alt, Rene Bischoff, Henry Ungelenk vordere Reihe: Andre Reichenbach, Frank Baumgarten (C) Abgänge: -- keine -- Zugänge: Ergebnisse und Tabelle der Saison 2011 / 2012
Spielberichte:
Glatter Auswärtssieg im Volleyballtempel
L.E. Volleys III – SV Bad Düben 0:3 (-22,-19,-17) 60 min.
Nachdem unsere zweite Mannschaft bereits zweimal in dieser Saison das Vergnügen hatte, in dem sächsischen Volleyballtempel schlechthin – der Leplayhalle - nach der Sanierung zu spielen, waren wir nun zum Jahresauftakt an der Reihe. Der Gastgeber der dritten Garde der L.E. Volleys belegt momentan Platz acht in der Liga und wurde im Hinspiel mit 3:0 besiegt. Also wartete ein für den Kopf sehr anspruchsvolles Spiel auf uns, da man sich schnell den noch nicht ganz ausgereiften Hausherren anpassen kann und nicht alles gibt. Das bekamen vor Weihnachten sowohl Hormersdorf als auch Textima Chemnitz zu spüren (jeweils 2:3-Niederlage). Wie schon im Hinspiel bestimmten wir das Spielgeschehen, konnten uns aber aufgrund von fehlender Konsequenz in allen Belangen zu Beginn nicht wirklich absetzen. Es gab im gesamten Spielverlauf einen Zeitpunkt, in dem wir in Rückstand geraten sind – das 1:0 für die Volleys im ersten Satz. Von da an dominierten wir das Spiel. Trotz einem Durchschnittsalter von 25,3 Jahren spielten wir unsere Erfahrung in kniffligen Situationen aus. Mit Christian Pätzold, dem 24-jährigen Kapitän und „Routinier“ der jungen Messestädter, hatten sie einen Spieler, den wir nicht wirklich in den Griff bekommen haben. Dafür ließen sich die beiden Mittelblocker in aller Regelmäßigkeit von unseren Zuspielern schwindlig spielen. Kurz gesagt, es war kein schönes Spiel, wir erledigten aber die Pflichtaufgabe ohne große Probleme. Im dritten Satz durften Zuspieler Henry Ungelenk für Kapitän Frank Baumgarten und Außenangreifer René Bischoff für David Wächter ran. Gerade Bischoff zeigte an diesem Tag eine klasse Leistung und erntete sicherlich Vertrauen für kommende Aufgaben. Für ein besonderes Schmankerl sorgte Ungelenk beim Matchball. Er stellte sich an die Grundlinie, setzte zum Sprungaufschlag an, warf den Ball aber ziemlich kräftig an den über ihn befindlichen Vorsprung der Hallenkonstruktion und wunderte sich, dass er den Ball schneller wieder in den Händen hielt, als gedacht. Danke für diese urkomische Aktion!! Mit diesem vierten Auswärtssieg setzen wir uns erneut für eine Woche an die Spitze der Sachsenklasse. Die Krostitzer gastieren kommenden Samstag in Reudnitz. Vielen Dank auch wieder an unsere mitgereiste Damenmannschaft, welche im Übrigen am Vortag auch ohne Satzverlust in Belgern gewinnen konnten.
Für den SV Bad Düben spielten: Kapitän Frank Baumgarten, David Wächter, René Hellwig, Daniel Lange, Kevin Phillipp, André Kanitz, Felix Winkler, Henry Ungelenk, René Bischoff, Christian Rabe, Peter Lüddecke, Peter Liebner und André Reichenbach. Mit klasse Leistungen für klasse Stimmung bedankt SV Bad Düben – SV Reudnitz 3:2 (18,23,-19,-22,11) 100 min. SV Bad Düben – Krostitzer SV 3:2 (22,28,-18,-20,11) 110 min. Der Spitzenspieltag, das Gipfeltreffen, das Kräftemessen der besten drei Mannschaften der bisherigen Saison stand an. Wir empfingen zum zweiten Heimspieltag unserer ersten Sachsenklassesaison nach dem Aufstieg als überraschender Tabellenzweiter den noch ungeschlagenen Ligaprimus vom SV Reudnitz, welcher in sechs Partien erst einen Satz abgeben musste, und anschließend den drittplatzierten Landesligaabsteiger des Krostitzer SV zum Lokalderby. Am Vorabend wurde gut trainiert und ausreichend auf die harten Brocken eingeschworen. Wir wollten mit viel Aggressivität und Freude den Gegner möglichst wenig ins Spiel kommen lassen. Dies gelang uns anfangs gegen die Reudnitzer nahezu perfekt. Jeder Angriff sollte das Punktekonto aufstocken und Jan-Türk Daßler, der vielfache DDR-Nationalspieler, wurde reihenweise weggeblockt. Zudem erarbeitete sich der Meisterschaftsfavorit aus dem Leipziger Bierstadtteil eine erschreckende Aufschlagquote. Im 16-minütigen ersten Satz überrumpelten wir die Daßler-Kombo. Die Gäste konzentrierten sich mit Beginn des zweiten Durchgangs mehr auf ihr eigenes Spiel und stellten sich besser auf uns ein. Es wurde zunehmend schwieriger, Punkte zu erspielen. Beide Teams gaben keinen Ball verloren – nun entwickelte sich ein wahres Spitzenspiel auf hohem Niveau. Komischerweise bewies unser doch eher junges Team in den engen Situationen die stärkeren Nerven an diesem Tag (wie übrigens bereits in der gesamten Saison). Das ist gerade für einen Aufsteiger nicht wirklich selbstverständlich und unsere große Stärke – 25:23 – 2:0. Reudnitz legte nun in allen Bereichen eine Schippe drauf. Für den Ur-Dübener Steffen Fichtner kam Thomas Kahnt. Bei uns fing die Annahme an zu wackeln und die letzte Entschlossenheit und Konsequenz fehlten. Reudnitz glich mit zwei Satzerfolgen aus. Es ging also zum vierten Mal in dieser Saison in den Tiebreak. Wir waren uns bewusst, dass jeder Punktgewinn wichtig ist und dieser dann auch ausgiebig gefeiert werden sollte. Wir waren so weit gekommen wie keine andere Mannschaft zuvor, jetzt sollte dem die Krone aufgesetzt werden. Es funktionierte jetzt wieder alles. Die Annahme, glänzend dirigiert von Libero Felix Winkler, stand, der Gegner wurde zu Fehlern gezwungen und fast jeder Angriff saß. Bei 8:3 tauschten wir die Seiten. Auch wenn die Grünen-Weißen noch einmal rankamen, spielten wir es doch kaltschnäuzig zu Ende – SIEG !! Nach 50-minütiger Pause standen uns die nächsten Bierdörfler gegenüber – der Krostitzer SV. 2009 und 2010 noch Sachsenmeister geworden, stiegen sie im Folgejahr ab. Nun kam es also nach vielen Jahren wieder zum prestigeträchtigen Kreisderby, in dem es auch um die Nummer zwei hinter den Zweitligaschmetterern des GSVE Delitzsch ging. Die Halle war dementsprechend prächtig gefüllt. Die „Krostitzer Rüpel“ machten zusammen mit unserer U18, unserer ersten Damenmannschaft und den restlichen Zuschauern (insgesamt rund 100) einen unfassbaren Lärm. Peter Lüddecke kam für David Wächter auf Außen. Dieser Schachzug, einen erfahrenen, nervenstarken Spieler aufs Feld zu stellen, sollte sich als goldwert erweisen. Auch diese Begegnung (das bestätigten beide Seiten nach der Partie) stellte ein wahres Spitzenspiel auf hohem Niveau dar. In einem nervenaufreibenden und spannenden ersten Akt behielten wir am Ende die kühleren Köpfe. Auch Satz zwei war nichts für schwache Gemüter. Die beiden gut aufgelegten Hauptangreifer Daniel Lange und Felix Beyer (KSV) schenkten sich nichts. Wir drehten ein 10:15 in ein 16:15, Das war der Startschuss des Krimis. Nach vielen abgewehrten Satzbällen auf beiden Seiten jubelten am Ende wir beim 30:28. Bei Stand von 8:6 im Dritten, einem Zeitpunkt, bei dem wir die Krostitzer scheinbar geknackt hatten, bekam Kapitän Frank Baumgarten einen Wadenkrampf und musste das Spielfeld verlassen. Peter Liebner ersetzte das „Zuspielloch“. Der KSV startete zwei Serien bis Baumgarten nach einigen Lockerungsübungen bei 16:19 das Feld wieder betrat. Es reichte in der Folge nur noch für zwei magere Pünktchen. Der mittlerweile ins Krostitzer Spiel gebrachte Yves Mattheis konnte die taumelnde Annahme stabilisieren. Sein Fortune in der Offensive war im Gegensatz zu seinem Vorgänger Daniel Fittke auch größer. Krostitz dominierte Abschnitt vier, setzte sich beim 15:15 ab und rettete sich in den Tiebreak. Unsere Zweite war schnell mit Spielen fertig, wodurch sich Bocki an die große Trommel setzte und diese ohne Gnade kräftig verprügelte. Wie bereits gegen Reudnitz starteten wir furios (6:2) und wechselten bei 8:5. Krostitz ließ nicht locker, legte alles rein und verkürzte auf 9:10. Im Anschluss zeigten wir mehr Siegeswillen und belohnten die fantastischen Zuschauer mit dem zweiten Fünf-Satz-Sieg an diesem Tag. Mit diesen beiden Siegen gegen die Tabellennachbarn sind wir für eine Woche auf Platz eins. Dann gastieren die Reudnitzer bei den Krostitzern. Parallel besiegten unsere Bezirksklasse-Herren den SV Hohenprießnitz nach ähnlichem Verlauf mit 3:2 im Muldederby. Anschließend verloren sie allerdings ohne Satzgewinn gegen die VSG aus Neukirchen. Wir bedanken uns bei allen, die gekommen sind und die Spiele einfach unvergesslich gemacht haben. Für den SV Bad Düben spielten: Kapitän Frank Baumgarten, David Wächter, René Hellwig, Daniel Lange, Kevin Phillipp, André Kanitz, Felix Winkler, Peter Lüddecke, Mario Alt, Peter Liebner, Henry Ungelenk und André Reichenbach. Glanzloser K(r)ampfsieg gegen Mitaufsteige SV Chemnitz-Harthau – SV Bad Düben 1:3 (-20,-21,21,-21) 95 min. Wahrer Enthusiasmus kam wenige Stunden nach dem letzten Pfiff des Hormersdorfer Schiedsrichter Toni Flemming nicht auf. Wir hatten zwar gewonnen und das auch sicherlich verdient, allerdings wirke unser Auftritt im Chemnitzer Bier-Stadtteil Einsiedel nicht wirklich flüssig. Aber der Reihe nach. Zum ersten Mal in dieser Saison gingen wir als leichter Favorit in ein Auswärtsspiel. Die Harthauer sind genauso wie wir letzte Saison Bezirksmeister geworden. Die bisherige Spielzeit läuft aber im Gegensatz zu unserer eher schleppend. Jedenfalls haben die Mitaufsteiger mit ihrer Einsiedler Gymnasiumshalle eine der schönsten Sportobjekte der Liga. Gegen leicht verunsicherte, abwartend spielende und teilweise übermütige Gastgeber gingen wir schnell mit 4:1 und 7:2 in Führung. Es lief zu früh einfach zu gut und einfach. Das sollte sich als großes Problem im Laufe der Partie darstellen. Die Fehlerquote der Gegner war anfangs sehr hoch und unsere Konzentration und Motivation ließ daher stark nach. Die Harthauer Gummiwand brachte alles wieder zurück und unsere ungeduldigen Angreifer scheiterten immer öfter an ihren Nerven. Allerdings zeigten wir besonders gegen Ende des ersten Satzes genügend Entschlossenheit, um den Sack zu zu schnüren. Auch im zweiten Spielabschnitt änderte sich nicht viel. Wir bestimmen den Takt, konnten uns aber aufgrund von blöden Eigenfehlern und schlechten Annahmen nicht gleichzeitig absetzen. Mit einem erfolgreichen Schlussspurt bauten wir die Satzführung dann auf 2:0 aus. Für den dritten Durchgang kam Henry Ungelenk für Kapitän Frank Baumgarten im Zuspiel. Unsere Annahme verdiente sich weiterhin das Prädikat „unterirdisch“. Daraus resultierend fehlten bei den Zuspielen immer rund zwei Meter für die Außenangreifer. Die Köpfe auf dem Feld senkten sich gen Hallenboden. Die Chemnitzer Angreifer, angeführt vom Außen Rico Endtmann und Mitte Alexander Kunert, schossen sich langsam warm und pushten die zahlreich erschienenen Zuschauer mehr und mehr – nur noch 2:1. Der Kapitän kam zurück. Kampf war jetzt gefragt, denn alle erkannten, dass wir jetzt nicht mehr über normales, sauberes Volleyball punkten konnten. Hervor zu heben ist unser Mittelblocker Mario Alt, der wahrscheinlich mit einer 100%igen Angriffsquote die Halle verlassen hat. Einsatz und Aggressivität war nun endlich im Spiel – auf beiden Seiten. Hinzu kamen Ende des vierten Satzes einige enge Entscheidungen, in denen der erste Schiedsrichter in aller Regelmäßigkeit von seinen Assistenten im Stich gelassen wurde. Schließlich behielten wir die kühleren Köpfe und zogen noch rechtzeitig unsere Häupter aus den Schlingen. Wir festigen mit diesem dritten Auswärts- und fünften Saisonsieg den zweiten Tabellenplatz in der Staffel West der Sachsenklasse. Uns steht nun die Standortbestimmung schlechthin vor der Tür. Am 10.12. gastieren bei uns in der Sporthalle der Bundespolizei ab 13 Uhr erst der ungeschlagene Spitzenreiter SV Reudnitz, welcher erst einen Satz in sechs Spielen abgegeben hat. Im Anschluss kommt es zum lang ersehnten Derbykracher gegen den Krostitzer SV (aktuell als Landesligaabsteiger Dritter). Parallel dazu wird unsere Zweite ihren Heimspieltag gegen den SV Hohenprießnitz und die VSG Neukirchen austragen. Da auch hier ein Derby ansteht, wird mit vielen Zuschauern gerechnet, die wir natürlich herzlich willkommen heißen. Für den SV Bad Düben spielten: Kapitän Frank Baumgarten, André Kanitz, Kevin Phillipp, Daniel Lange, David Wächter, Mario Alt, Felix Winkler, Henry Ungelenk, Peter Liebner, René Bischoff sowie unsere invaliden „Offiziellen“ André Reichenbach und Christian Rabe. Verwechselt TSV Leipzig 76 II – SV Bad Düben 3:2 (22,-17,-14,20,7) 113 min. Zum ersten Mal in dieser Saison und zum ersten Mal seit zwölf Spielen muss das Spielgeschehen mittels des roten Protokolldurchschlags analysiert werden. Selbst einen Tag nach dem letzten Pfiff von Volleys-Schiedsrichter Christian Pätzold, welcher die Gemüter in beiden Lagern ordentlich erhitzte, sind wir total sprachlos, wie man ein solches dominierendes Match noch aus der Hand geben kann. Hier einige Erklärungsversuche: Mit 8:0 Punkten aus den ersten vier Begegnungen ist ein Zittern vor dem Abstieg frühzeitig abgewendet wurden. Die Punktehatz sollte aber auch in Leipzig-Mockau bei der zweiten Vertretung des TSV 76 weitergehen. Im Vorfeld wollten wir die Spielreihenfolge tauschen, damit wenigstens Peter Lüddecke noch mit von der Partie sein kann. Die geplante Geburtstagsfeier in Thüringen wurde allerdings kurzfristig abgesagt, weshalb er doch zur Verfügung stand. Der eine Woche zuvor umgeknickte André Kanitz wurde rechtzeitig doch noch fit. Dennoch fehlten mit René Hellwig (Kapselriss im Daumen) und Christian Rabe (Bänderriss im Sprunggelenk) zwei Stammkräfte verletzungsbedingt. Henry Ungelenk, Mario Alt und René Bischoff wurden aus der zweiten Mannschaft reaktiviert, wodurch wir am Ende doch mit elf Mann da standen. Das Spiel ging gut los. Wir bestimmten den Takt und gaben den Ton an. Trotz deutlicher Überlegenheit war der Vorsprung stets sehr gering und gefährlich. Der TSV, welcher ohne ihren verreisten Hauptangreifer Andreas Rauschenbach auskommen musste, behielt gegen Ende die Augen offen und drehte uns mit 25:22 den Hahn zu. Zum dritten Mal in dieser Spielzeit verloren wir den ersten Satz – ein Zeichen dafür, dass wir sehr lange zum Ausschlafen benötigen. Im zweiten Durchgang waren wir dann dementsprechend viel konzentrierter und machten schnell alles klar. Kevin Phillipp mit starken Aufschlägen sowie Kanitz und Lüddecke mit fantastischer Blockarbeit ließen die Messestädter ordentlich grübeln. Der dritte Satz ist auch sehr schnell erzählt. René Bischoff kam für David Wächter auf Außen. Kein Abriss des Spielrhythmusses zu spüren. Die Feldabwehr arbeitete ausgesprochen gut und aus der gefestigten Annahme heraus, konnten die Angreifer gut in Szene gesetzt werden. Alt kam Mitte des Satzes für Lüddecke. Dieser fügte sich gut ein und verdunkelte erst einmal die Halle mit zwei Blocks. Der Rest war Formsache, die gemischte Mannschaft aus SV Lok Nordost und TSV 76 II um Zuspieler Maik Etzold schien gebrochen. Im vierten Satz blieben Bischoff und Alt auf dem Feld. Dazu kam jetzt noch Peter Liebner als Zuspieler auf die Platte. Obwohl es der optische Spielverlauf nicht erahnen ließ, war der Satzvorsprung bedrohlich klein und wir nun zudem mit einer sehr unerfahrenen Truppe am Netz, die so in dieser Form noch nie aufgelaufen ist bzw. zusammen trainiert hat. Das Niveau des Spiels ließ spürbar nach, wir blieben allerdings in Front. Plötzlich schlich sich der Schlendrian ein, die Annahme wackelte, die Feldabwehr war nicht bereit und mit Heinrich Zozmann avancierte ein einziger Angreifer des TSV zum satzentscheidenden Mann. Fast im Alleingang riss er einen 19:20-Rückstand ins 25:20 Endergebnis um – wieder Tiebreak auswärts. Die Ligastatistik zeigt, dass alle sechs Tiebreaks in dieser Saison ausschließlich von den Auswärtsmannschaften gewonnen wurden. Das Wechselspiel unseres Kapitäns ging auch vor dem entscheidenden Satz weiter. Der völlig kalte Henry Ungelenk sollte nun nach fast einjähriger Zuspielabstinenz die Fäden ziehen. Die Gastgeber legten los wie die Feuerwehr. Bei 2:5 nahmen wir die erste Auszeit. Da informierte uns der zweite Schiri, dass Lüddecke auf dem Feld stehen müsste und nicht Alt (komisch, dass es dem Schiedsgericht beim Überprüfen der Aufstellung nicht auffällt). Also ging es bei 0:5 weiter – egal, wir haben schon Schlimmeres aufgeholt. Wir kamen bis zum 3:6 ran, den Rest verwaltete und baute der TSV geschickt aus. Nachdem sich Baumgarten dann anstatt für das Zuspiel noch für den Aufschlag einwecheslte und den Ball im Netz versenkte, war die Misere perfekt. Das Spiel war verloren. Der Kapitän entschuldigte sich sofort nach der Partie in der Kabine bei der Mannschaft und nimmt die volle Verantwortung auf sich. Trotzdem ist zu sagen, dass man gegen einen Gegner, der an diesem Tag nur einen effektiven Angreifer in seinen Reihen hatte, egal mit welchem Spielern gewinnen muss. In zwei Wochen gehts beim Mitaufsteiger SV Chemnitz-Harthau weiter. Für den SV Bad Düben spielten: Kapitän Frank Baumgarten, Kevin Phillipp, Peter Lüddecke, Daniel Lange, David Wächter, André Kanitz, René Bischoff, Henry Ungelenk, Mario Alt, Felix Winkler und Peter Liebner. Mit Achtungszeichen an die Spitze SV Bad Düben – L.E. Volleys III 3:0 (23,18,13) 69 min. SV Bad Düben – Turbine Leipzig 3:1 (-18,21,8,18) 80 min. Nach dem äußerst erfolgreichen Saisonauftakt in der Fremde konnten wir endlich zum ersten Heimspieltag laden. Mit den L.E. Volleys III und Turbine Leipzig kündigten sich zwei gegnerische Teams an, die sich wohl eher nach unten im Tableau orientieren müssen. Um uns weiter Luft im Kampf um den Klassenerhalt verschaffen zu können, waren zwei Siege gegen diese direkten Konkurrenten daher von großer Bedeutung. Im ersten Spiel des Tages gegen die Grünschnäbel der Leipziger Talenteschmiede gingen wir aufstellungstechnisch erst einmal auf Nummer sicher. Spiele gegen Jugendmannschaften sind erfahrungsgemäß immer schwierig, da man sich schlecht motivieren kann. So verlief die Partie eher schleppend und sehr unansehnlich. Ende des ersten, knappen Satzes scheiterten die Messestädter an ihren Nerven und wir siegten glücklich. In den restlichen beiden Sätzen kam seitens des Tabellenschlusslichts aus Leipzig nicht mehr viel. Wir spulten unser Programm ab und fuhren ungefährdet den dritten Saisonsieg ein. Alle wussten, dass die zweite Begegnung gegen Turbine eine andere Hausmarke darstellen sollte. Mit den ehemaligen Bundesliga-Routiniers Sven Heimpold, welcher sich gelegentlich für den Aufschlag ins Spiel brachte, und Alexander Plaschnik stand eine gehörige Portion Erfahrung auf der anderen Seite des Netzes. Bei uns startete Peter Liebner im Zuspiel und Kevin Phillipp ersetzte David Wächter auf Außen. Die Sicherheit war ob des höheren, gegnerischen Drucks weg, Eigenfehler schlichen sich ein und die Männer von der Pleiße setzten sich leicht ab. Dazu knickte Christian Rabe beim Stand von 8:13 auf Liebners Fuß um. Er wird uns wohl mit Verdacht auf Bänderriss für den Rest der Hinrunde fehlen. Wächter kam zurück ins Spiel. Kurzzeitig setzten wir noch mal zum Zwischenspurt an und verkürzten ein 11:17 auf 16:18. Allerdings zogen die Gäste wieder nach und holten sich Durchgang eins klar. Kapitän Frank Baumgarten tauschte Liebner wieder gegen sich, Wächter und Phillipp wechselten ihre beiden Außenpositionen. Trotz der Umstellungen blieb Turbine spielbestimmend. Unser Mittelblocker René Hellwig erntete nach einer Auseinandersetzung mit dem zweiten Schiedsrichter eine gelbe Karte, wodurch die Leipziger ihren Vorsprung auf 9:5 ausbauen konnten - das war der Weckruf. Aus einer stabilen Annahme heraus kombinierten wir die Turbinen schwindelig. Die Außenangreifer hatten oft nur einen Einerblock vor sich, unsere Mitte bekam gar keiner der Gegner in den Griff und der Block fing an in wichtigen Situationen zuzufassen. Den Rest machte die tolle Stimmung der rund 60 Zuschauer. Satz zwei war eingetütet. Früh im dritten Abschnitt wurde Turbine dann gebrochen. Beim Stand von 10:5 wurde der enttäuschende Plaschnik, welcher im vorigen Jahr für den GSVE Delitzsch noch gegen die erste Mannschaft der L.E. Volleys spielen durfte, gegen Erik Pätz ausgewechselt. Dieser schlug wiederum viermal unseren Block warm und wurde sehr unglücklich zurückgewechselt. Nach zwölf Minuten fegten wir die Heimpold-Männer mit 25:8 vom Feld. Trotzdem blieben wir gewarnt, der Gegner hatte ja nun nichts mehr zu verlieren. Wir spielten es konzentriert zu Ende. Im Angriff klappte alles und die Feldabwehr, glänzend dirigiert von Libero Felix Winkler, funktionierte nahezu reibungslos. Mit 25:18 wurde auch der vierte Sieg im vierten Spiel besiegelt. Aufgrund des einen Spiels Vorsprung gegenüber Reudnitz liegen wir jetzt sogar aus Versehen auf Platz eins. Saisonübergreifend wächst die Siegesserie nunmehr auf zwölf Spiele. Zu Hause sind wir immer noch ungeschlagen. In zwei Wochen (12.11.) müssen wir zur Zweiten des TSV Leipzig 76. Spiele gegen unseren Lieblingsgegner des TSV sorgen immer für eine Menge Brisanz. In diesem Team versteckt sich jedoch die ehemalige Truppe des SV Lok Leipzig Nordost, welcher vor der Saison den Verein wechselte – hier haben wir allerdings auch noch eine Rechnung offen. Die Mannschaft wünscht ihrer Nummer 6 gute Besserung!! Für den SV Bad Düben spielten: Kapitän Frank Baumgarten, Christian Rabe, René Hellwig, Daniel Lange, David Wächter, André Kanitz, Felix Winkler, Peter Liebner, Kevin Phillipp, Peter Lüddecke. Ohne Block und Aufschläge aber mit Kampfgeist SV Textima-Süd Chemnitz – SV Bad Düben 2:3 (22,23,-22,-27,-13) 114 min. Nach dem erfolgreichen Saisonauftakt in Hormersdorf (3:2) ging es zwei Wochen später fast auf dem gleichen Weg in den Chemnitzer Süden. Nur leider wurde der Straßenverlauf innerhalb der letzten beiden Wochen etwas verändert, verschränkte Bahnschranken kreuzten unseren Weg und Navigationsgeräte mit Bruce Willis-Stimme erwiesen sich als unverständlich. Somit erreichten wir die versteckt liegende Halle relativ zeitknapp. Der Vorjahresvierte SV Textima-Süd siegte zum Saisonbeginn ebenfalls 3:2 bei Turbine Leipzig und sollte der erste, große Prüfstein und eine Art Standortbestimmung darstellen. An die kleine, düstere Halle mussten wir uns erst einmal gewöhnen. Zuspiel-Neuzugang Peter Liebner gab ein ordentliches Debüt und hatte die Strippen anfangs in den Händen. Trotz einer eher schläfrigen Einstellung kamen wir gut ins Spiel und erhamsterten uns einen kleinen Vorsprung, der allerdings gegen Mitte des Satzes entwich. Mutloser Angsthasenvolleyball und eine große Zahl an verschlagenen Aufschlägen sorgten dann für die Führung der Karl-Marx-Städter. Dazu kam, dass die Hausherren immer wieder über ihre starken Außen Kapitän Seidel und Urmann punkten konnten. Die Chemnitzer siegten mit drei Punkten, womit wir noch sehr gut bedient waren. Im zweiten Abschnitt änderte sich nicht viel. Unsere Außen bissen sich immer wieder am guten Block fest und die Stimmung auf dem Feld war nicht sonderlich gut. Auch Kapitän und Ballverteiler Frank Baumgarten konnte nach seiner Einwechslung mit seinen noch kalten Fingern keine großen Impulse geben. Wir hinkten sehr lange hinterher und die finale Aufholjagd kam zu spät – wieder knapp aber verdient mit zwei Zählern im Nachtreffen. David Wächter kam auf Außen für Kevin Phillipp, welcher im Vorfeld eine kleine Gruppe von Freunden und ehemaligen Kommilitonen aus seiner Zeit an der Chemnitzer TU organisiert hat. Diese machten dann, zusammen mit der ebenfalls angereisten Damenmannschaft, das Auswärts- lautstark zum Heimspiel. Drei Sätze waren ja noch zu spielen. Das Risiko bei den Aufschlägen wurde aufgrund der erschreckenden Quote etwas bis ganz zurückgestuft, so dass wir um die Punkte mitspielen konnten. Mit der 2:0-Führung im Rücken ließen die Gastgeber etwas nach und wir fingen an zu kämpfen. Die Annahme wurde auch stabiler und die Angriffe wurden sicherer und entschlossener. Die Körpersprache wurde merklich besser. Von da an waren wir eigentlich erst im Spiel. In 19 Minuten erspielten wir uns den vierten Durchgang. Noch zwei Sätze! Wir übernahmen die Spielkontrolle und das ohne Block und immer noch mit desaströsem Aufschlagspiel. Gegen Ende überließen wir dann unnötigerweise den Nischel-Städtern die Führungsarbeit. Doch wir bewiesen, besonders in Form von Christian Rabe, bei drei abgewehrten Matchbällen Nervenstärke und retteten uns mit einem 29:27 in den Tiebreak. Beide Teams haben ihr erstes Spiel im Tiebreak gewonnen, wir holten aber nun ein 0:2 auf, was uns einen kleinen Vorteil im Kopf sichern sollte. Die ersten beiden Ballwechsel gehörten uns. Dennoch ging Textima 7:5 in Front, wir wollten allerdings mit einer Führung die Seiten wechseln. Mit drei Zählern in Folge schafften wir das auch. Die Schwarz-Weißen ließen allerdings nicht locker und fuhren ebenso drei Zähler in Folge ein. Als André Kanitz, unser wohl unsicherster Aufschläger, an die Linie trat (9:10), wurde er gegen Kevin Phillipp ausgetauscht. Wir erhöhten auf 13:10, aber das Spiel war noch nicht vorbei. 13:12 - 14:12 – 14:13. Es folgte ein Angriff, an den sich keiner so richtig erinnern kann. Jedenfalls haben wir diesen gewonnen und der Rest ging im Jubel unter. Die saisonübergreifende Siegesserie hält nun im zehnten Spiel an. Wir rangieren mit 4:0 Punkten auf Rang drei hinter Reudnitz und Krostitz. Trotzdem freuen wir uns erst einmal ob des verschafften Platzes nach unten. Am kommenden Samstag wollen wir nachlegen und wenn möglich Sieg drei und vier feiern. Ab 14 Uhr gastieren die dritte Mannschaft der L.E. Volleys (9. Platz, 0:6 Punkte) und Turbine Leipzig (6., 2:4) in der Sporthalle der Bundespolizei. Ein großes Dankeschön gilt den unermüdlich mitreisenden Fans, die uns abermals fantastisch unterstützt haben. Für den SV Bad Düben spielten: Kapitän Frank Baumgarten, Peter Liebner, Christian Rabe, Peter Lüddecke, Daniel Lange, Kevin Phillipp, André Kanitz, David Wächter und Felix Winkler Block kommt spät aber rettet den Sieg SV Germania Hormersdorf – SV Bad Düben 2:3 (-21,20,-21,22,-11) 108 min. Ziemlich exakt sechs Monate nach dem hoch verdienten Bezirksmeistertitel und dem damit verbundenen Aufstieg in die Sachsenklasse West ging das Projekt Klassenerhalt nun endlich los. Die erste Auswärtsfahrt war gleich die längste der kompletten Spielzeit und führte uns ins Erzgebirge. Im beschaulichen Örtchen Hormersdorf mussten wir uns dem Vorjahresdritten SV Germania stellen. Im interessanten ersten Spiel des Tages fegten die erfahrenen Männer des SV Reudnitz um Ex-DDR-Nationalspieler Jan-Türk Daßler die Hausherren in Windeseile mit 3:0 (22,11,15) von der Platte. Trotz der gar nicht all zu schlecht spielenden Gastgeber wussten wir, dass wir uns keineswegs verstecken brauchten. Der stark erkältete Kapitän und Ballverteiler Frank Baumgarten schickte André Kanitz und Neuzugang Peter Lüddecke (kam vom GSVE Delitzsch II) in der Mitte, Daniel Lange auf Diagonal sowie David Wächter und Christian Rabe in der Außenannahme aufs Feld. Die Erzgebirgler schickten eine etwas veränderte Startaufstellung im Vergleich zum Reudnitz-Spiel aufs Parkett. Sie dachten anscheinend, dass man gegen den Aufsteiger aus der Heide locker die Reserveleute spielen lassen kann. Wir waren sofort im Spiel, legten das Tempo vor, konnten uns allerdings durch mangelndes Aufschlagspiel nicht entscheidend absetzen. Durch einen energischen Schlussspurt reichte es dennoch zum ersten Satzgewinn in der diesjährigen Landesklassesaison. Ohne großen Ballast auf den Schultern ging es in den zweiten Akt. Die Konzentration ließ mehr und mehr nach. Die Hormersdorfer konnten ihr Spiel besser aufziehen. Dazu kam, dass unsere Annahme beträchtlich zu wackeln begann. Beim Stand von 11:17 wurde dann Rabe gegen Kevin Phillipp ausgetauscht, um diese dann ein wenig zu stabilisieren. Ein letztes Aufbäumen kam dann allerdings zu spät und der Satz ging an die Germania. Vor dem dritten Satz besannen wir uns wieder darauf, die eigenen Stärken zu nutzen und anderweitige Aktivitäten auf und neben dem Platz außer Acht zu lassen. Wir waren wieder im Spiel, die Annahme stabilisierte sich zunehmend, die Aufschläge kamen konstanter und die Angriffsquote steigerte sich enorm. Zudem konnten wir lange, Kräfte zehrende Ballwechsel für uns entscheiden, die das Selbstvertrauen immer nach oben treiben. Hinten raus reichte das dann, um den Sack im Dritten zuzuschnüren. Im vierten Durchgang war die Moral der Gastgeber scheinbar gebrochen. Nach gefühlten drei Minuten führten wir mit 8:0. Der unglückliche Libero wurde ausgewechselt und wir mussten das Ding nur noch nach Hause schaukeln. Aber wie die deutschen Damen im EM-Finale schafften auch wir nicht, die Spannung zu halten. Unsere Außenangreifer bekamen keinen Ball auf des Gegners Boden und dann wird es natürlich schwer. Bei 17:17 hatten uns die Orange-Schwarzen ein und zogen unaufhaltsam weiter – 25:22 für Hormersdorf. Der Tiebreak musste also entscheiden – das erste Mal in der Mannschaftshistorie seit der Neuformation vor der letzten Saison. Ungerader Satz, also waren wir wieder an der Reihe. Endlich wieder wach von Anfang an und mit dem nötigen Ehrgeiz ausgestattet, erarbeiteten wir uns einen dicken Fünf-Punkte-Vorsprung bis zum Seitenwechsel. André Kanitz blockte vorne alles ziemlich dunkel weg. Unser Block kam spät, aber er kam! Wir ließen anschließend bis zum 15:11 nichts mehr anbrennen. Es war geschafft – 3:2 – Auswärtssieg, Auswärtssieg! Somit können wir saisonübergreifend eine Siegesserie von neun Spielen aufweisen. Durch den Auftakterfolg stehen wir punkt- und satzgleich mit dem nächsten Gegner SV Textima Chemnitz-Süd auf Platz drei. Für den SV Bad Düben spielten: Kapitän Frank Baumgarten, Christian Rabe, Peter Lüddecke, Daniel Lange, David Wächter, André Kanitz, Felix Winkler und Kevin Phillipp
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Letzte Aktualisierung ( Montag, 09. Januar 2012 )
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